04.07.2026 – Bernd Quitzow – Team CAR special – Bergzeitfahren – Ungarn
Renndistanz:
Höhenmeter:
Gesamtwertung:
Altersklasse:
Zeit:
Geschwindigkeit:
16 Kilometer
800 Höhenmeter
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1. Platz
00:47:54 Minuten
19,87 km/h im Schnitt
Radrennen - Kurzbericht
Bergzeitfahren – Ungarn
Aktuell bin ich ja mit meinem Radsport Freund Jens Eichner ( ehemals ,, Team Canyon Factory Racing ,, Fahrer ) bei der ,, Tour de Matra in Ungarn.
Die ,, Tour de Matra ,, gehört zu den Weltmeisterschafts- Qualifikationsrennen im Rahmen der UCI Gran Fondo World Series.
An diesem Wochenende finden zwei UCI Qualifikations- Rennen statt…
Am Freitag das Einzelzeitfahren, was ich mit großer Freude gewonnen habe und am Sonntag das bergige Straßenrennen.
Und damit die Rennfahrer am Samstag keine Langeweile bekommen, gibt es hier noch ein traditionelles Bergzeitfahren, welches vom Ungarischen Radsport Verband ausgetragen wird.
Da habe ich mir gedacht….: Da mache ich doch einfach mal mit, damit ich auch bloß keine Langeweile bekomme…. ( smile )
Das Bergzeitfahren mit 16 Kilometer und 800 Höhenmeter wird mit einem Massenstart ausgetragen und ist ja so überhaupt nicht mein Profil…
Aber da es vom Start weg nur Berghoch geht, dachte ich mir, es wäre eine gute Trainingseinheit.
Ich hatte versucht Jens auch für dieses Rennen zu motivieren, aber der hatte mir einen Vogel gezeigt…, aber dafür hatte er mich bis zum Start um 11:00 mit Rat und Tat unterstützt.
Für das Rennen hatten sich über 160 Fahrer gemeldet.
Alle starteten zusammen um 11:00 Uhr am Morgen, aber gewertet wurde nach den Ungarischen Lizenz Altersklassen, was auch den Deutschen Lizenzklassen entspricht.
In meinem Fall die Masters 4…
Der Start erfolgte außerhalb von der Stadt Gyöngyös am Rande des Mátra Gebirges und endete auf dem Kékestető Berg, dem höchsten Punkt Ungarns, auf 1014 Meter.
Vom Start weg ging die Strecke bergauf, doch ab Kilometer 2 wurde es dann spürbar steiler und das große Feld zerplatze in vielen kleinen Gruppen.
Irgendwie hatte ich vergessen, dass es für mich ein gutes Training sein sollte, denn ich klemmte mich an eine kleine Gruppe, die aus wesentlich jüngeren und auch etwas leichteren Fahrern bestand und ich einige Watt mehr getreten bin, als bei meinem Zeitfahren am Tag zuvor…
Ich bin ganz ehrlich…, es gab ein paar Momente, da wollte ich abreißen lassen, weil es nicht nur in den Beinen weh getan hatte, sondern auch im Kopf, der mir immer sagte….,, hör doch jetzt einfach auf zu treten ,,
Aber ich habe nicht aufgehört zu treten und ab Kilometer 10, oder 11 war ich dann in einem ganz schön dunklen Tunnel gewesen und habe nur noch auf ein Hinterrad geschaut und habe versucht dran zu bleiben.
Dann passierte etwas Merkwürdiges….
Ich hatte zwar eine sehr hohe Wattzahl auf meinem Computer, aber ich konnte diesen gleichmäßigen Tritt so gut halten, dass ich plötzlich die anderen Fahrer an meiner Seite sogar überholte und davon fuhr.
Dann ging es von der Hauptstraße, rechts in eine schmale Straße die auf den letzten 3,8 Kilometer zum Kékestető Berg, dem höchsten Punkt Ungarns, auf 1014 Meter führte.
Diese schmale Straße hatte dann auch die steilsten Abschnitte und selbst dort konnte ich einige Fahrer überholen, die vor einigen Kilometern noch an mir vorbeigezogen sind.
Dann kam das Schild mit den letzten 1000 Metern, aber diese fühlten sich mehr wie 3000 an…
Mein Herz war am Rasen und die Ziellinie hat wirklich lange auf sich warten lassen.
Dann war es endlich soweit und ich passierte das Ziel und sofort war Stillstand gewesen.
Nichts ging mehr…
Auf meinem Computer hatte ich irgendwas von 47 Minuten gelesen, was eigentlich nicht sein kann, denn in den letzten Jahren lag die Bestzeit bei den Masters 3 bei rund 50 Minuten, also für Fahrer die noch mal 10 Jahre jünger waren.
Als ich mich irgendwann ein bisschen gesammelt hatte und wieder klar denken konnte, hatte ich auch schon die Ergebnisse online gesehen….
47 Minuten und 54 Sekunden und damit der 1. Platz…
Man was hab ich mich gefreut….!!!
Damit hatte ich nicht gerechnet…
Mein Kopf und vor allem meine Beine funktionierten heute wesentlich besser als gestern beim Einzelzeitfahren.
Vor allem war es auch kein Sieg mit ein paar Sekunden Abstand gewesen…
Der zweitplatzierte, Zsolt Gyögy aus Ungarn benötigte 51 Minuten und 9 Sekunden für die Strecke…
Und Christoph Schmid holte sich den dritten Platz mit einer Zeit von 51 Minuten und 15 Sekunden…
Das war wirklich der Hammer und ich war selber Stolz auf mich gewesen, dass ich so gekämpft hatte um auf den ersten Kilometern in der schnellen Gruppe zu bleiben…
Ich habe die sehr schöne Siegerehrung genossen und später bin ich dann die Strecke bergab wieder ins Hotel gefahren und habe mich dann auf das Rennen am nächsten Tag schon mal vorbereitet.
Ein Straßenrennen der ,, UCI Gran Fondo World Series ,, über 94 Kilometer und 1790 Höhenmeter…
