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05.07.2026 – Bernd Quitzow – Team CAR special – UCI Straßenrennen – Ungarn

Renndistanz:
Höhenmeter:
Gesamtwertung:
Altersklasse:
Zeit:
Geschwindigkeit:

94 Kilometer
1790 Höhenmeter
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1. Platz
03:09:40 Stunden
30 km/h im Schnitt



Radrennen - Kurzbericht

 

UCI Gran Fondo World Series – Straßenrennen – Ungarn

Heute stand das dritte und damit auch das letzte Rennen in Ungarn auf dem Programm.
Auch das Straßenrennen der ,, UCI Gran Fondo World Series ,, ist gleichzeitig die Qualifikation für die Weltmeisterschaft, die in diesem Jahr in Japan stattfindet.
Dieses Straßenrennen geht über 94 Kilometer und es müssen dabei rund 1800 Höhenmeter bewältigt werden, die sich eigentlich nur durch zwei lange Anstiege addieren.
Das heutige Rennen endet mit einer Bergankunft, die ich noch von gestern kenne und die bei mir nicht gerade für die Ausschüttung von Glückshormonen sorgt, auch wenn ich das Rennen gestern gewonnen hatte.
Also zum Ende des Rennens noch einmal rauf zum Kékestető Berg im Mátra Gebirge, dem höchsten Punkt Ungarns, auf 1014 Meter…, der zu einer anderen Jahreszeit auch ein beliebter Ort für Wintersport ist.

Start war am Sonntagmorgen um 10:00 Uhr gewesen, der sich aber um 15 Minuten verschob, da es noch kein OK von der Polizei gegeben hatte.
Es war schon wieder heftig Heiß gewesen und ich war mir noch nicht so sicher gewesen, ob meine Beine heute überhaupt das Gleiche wollten wie ich… ( smile )
Rund 500 Teilnehmer hatten für dieses Rennen gemeldet und wie es die ,, UCI Gran Fondo World Series ,, Statuten verlangen, starten die Age-Grouper aus verschiedenen Blöcken, die dann mit individuellen Zeitabständen auf die Strecke gehen.
Dadurch wird die teilweise sehr hektische Startphase bei einem solchen Rennen etwas entschärft…
Hier standen zwar alle in ihren jeweiligen Startblöcken, aber kurz vor Start wurden alle Blöcke geöffnet und alle starteten zusammen, was zur Folge hatte, dass die ersten 5 Kilometer fast wie im Sprint gefahren wurden und jeder…, einschließlich mir, versucht hatte, so weit wie möglich ganz nach vorne zu kommen….
Ich hatte jede Übersicht verloren, ob eventuell noch andere aus meiner Auge-Group an mir vorbeigezogen sind, oder ob ich der einige gewesen bin….
Es ging nur links und rechts und dann wurde fast auf null gebremst, um dann wieder voll zu beschleunigen und wieder einige Fahrer zu überholen…
Das ist immer Hektik und Stress pur…

Nach 5 Kilometer ging es aber dann in den ersten Berg und die Hektik nahm ab, weil jetzt ein ganz anderes Rennen anfing…
Es bildeten sich nun einzelne Gruppen und ich versuchte mich in einer zu behaupten, die für mein Tempo eigentlich schon etwas zu schnell gewesen ist, denn die letzten Kilometer hatten mir schon einiges abverlangt.
Aber je steiler es wurde und das Tempo gleichmäßig hoch gewesen ist, umso besser lief es bei mir…
Nach dem ersten Berg kam eine lange Abfahrt mit vielen Kurven und danach kamen einige wellige Passagen mit kleineren Anstiegen, bevor es dann in den langen und sehr schweren Schlussanstieg ging.
Im letzten Berg merkte ich schon, das ich gestern und auch vorgestern, einige Körner bei den Rennen verloren hatte und dass es jetzt schwer für mich wurde.
Aber ich merkte das auch andere Fahrer auf den letzten Kilometern so ihre Probleme hatten, vielleicht sogar mehr als ich, denn ich konnte mich von einigen Absetzen und sogar noch einige überholen.
Dann kam endlich irgendwann das Schild mit den letzten ,, 1000  Meter ,, ….
Oh man…, das waren niemals 1000 Meter…, das waren bestimmt 3000 oder 4000 Meter gewesen…, zumindest hatte es sich so angefühlt…
Hinter dem Zielstrich ging es noch weiter im zweistelligen % Bereich bergauf, weshalb die meisten direkt hinter der Ziellinie einfach nicht mehr treten konnten und von Helfern gestützt, bzw., etwas angeschoben werden mussten, damit dieser Bereich für die folgenden Athleten frei war…
Ich hatte es geschafft…, aber brauchte ein paar Minuten um wieder klar denken zu können…
Jens ist das Rennen selber nicht gefahren, aber hatte mich dort oben in Empfang genommen.
Er ist vor mir bereits den Berg hochgefahren und hatte dort auf mich gewartet… ( guter Junge… smile )
Wir hatten was getrunken und als ich wieder klar im Kopf gewesen bin, hatte ich nach den Live Ergebnissen geschaut und konnte nicht glauben was ich hier sah…
Bernd Quitzow 1. Platz….
Bäääämmmmm….!!!

Das war einfach unglaublich und zum zweitplatzierten war der Vorsprung sogar fast 4 Minuten gewesen…
Es war unbeschreiblich….!!!
Vor allem war es für mich das erste Straßenrennen einer ,, UCI Gran Fondo World Series ,, welches ich gewonnen hatte und dann auch noch mit einem solchen Profil…
Drei Rennen…, drei Starts…, drei Siege…, was war denn hier los….???

Nach der Siegerehrung bin ich dann mit Jens wieder Richtung Hotel gefahren und wir hatten beide die 16 Kilometer lange und sehr schnelle Abfahrt ins Tal genossen…

Dieses Wochenende muss ich erst einmal selber verarbeiten und mir bewusst machen was ich hier erreicht habe….
Das schlimme ist, das ich mit dem Kopf ja schon wieder bei den nächsten Rennen bin…

Aber so ist das nun mal…, vielleicht finde ich ja nach der Saison mal die entsprechende Zeit, um mir dessen bewusst zu werden…

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