06.06.2026 – Bernd Quitzow – Team CAR special – Offene Landesmeisterschaften in Thüringen – Zeitfahren
Renndistanz:
Höhenmeter:
Gesamtwertung:
Altersklasse:
Zeit:
Geschwindigkeit:
26,5 Kilometer
222 Höhenmeter
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1. Platz
00:26:23
43,34 km/h im Schnitt
Radrennen - Kurzbericht
Offene Landesmeisterschaften von Thüringen
Die Jonastaler Challenge ist ein spektakuläres Einzelzeitfahren, welches in diesem Jahr zum 4. Mal ausgetragen wurde.
An diesem Samstag, den 06.06.2026 dreht sich in Arnstadt / Thüringen, alles um den Sport.
Heute werden die offenen Landesmeisterschaften von Thüringen im Einzelzeitfahren für Lizenzfahrer ausgetragen.
Offen bedeutet, hier können auch Teilnehmer aus anderen Landesverbänden teilnehmen.
Ich wollte dabei sein und schauen was geht….
Laut dem ehemaligen Arnstädter Radprofi Marcel Kittel, erfolgreichster deutscher Etappensieger bei der Tour de France und Unterstützer der Jonastaler Challenge, handelt es sich um einen einzigartigen Rennkurs.
Die Strecke führt von Arnstadt aus, auf einer kleinen und kurvenreichen Straße, die rund 13,3 Kilometer, immer leicht ansteigend bis zum Ortseingang Crawinkel führt.
Bis zu diesem Punkt mussten etwas über 220 Höhenmeter erklommen werden.
In Crawinkel angekommen, befindet sich dann die Wende und es geht wieder Tal abwärts Richtung Arnstadt zum Ziel.
Spektakulär und herausfordernd sind dabei vor allem die knapp 140 Richtungswechsel die diese Strecke inmitten wunderschöner Natur im legendären Jonastal zu bieten hat.
Also bin ich am Samstag Morgen um 5:30 aufgestanden, habe gefrühstückt und bin dann mal 400 Kilometer nach Arnstadt gefahren.
In der Startliste ist mir natürlich Matthias Lastowsky vom RC Herpersdorf 1919 aufgefallen.
Matthias hatte laut Rad-Net Ergebnisliste in diesem Jahr bereits 7 Siege auf seiner Habenseite, so wie 4 weitere Podiumsplätze eingefahren.
Das war für mich ohne Zweifel der Mann den es heute zu schlagen gilt…
Mein Start war laut Starterliste um 13:25:30….
Da die ersten Athleten in den verschiedenen Klassen bereits seit 10:00 auf der Strecke fuhren, hatte ich keine Möglichkeit gehabt die Strecke vorher einmal abzufahren, was bei den zahlreichen Kurven / Richtungswechsel nicht schlecht gewesen wäre….
Aber dafür war die gesamte Rennstrecke vorbildlich abgesperrt gewesen…!!!
Nach meiner obligatorischen Aufwärmphase, fuhr ich zum Start, wo mir dann mitgeteilt wurde, das sich die Startzeiten wegen zahlreicher Nachmeldungen, um 20 Minuten verzögern würde.
Angeblich wurde dieses am Samstag Morgen auch auf der Webseite noch einmal verkündet, aber da saß ich bereits im Auto….
Das war alles andere als perfekt gewesen, aber ich konnte ja nichts mehr daran ändern.
Also noch 20 Minuten die Straße rauf und runter fahren, damit man zumindest ein bisschen in Bewegung bleibt.
Dann war es endlich soweit und ich konnte um 13:45:30 auf die Strecke gehen.
Gestartet wurde im 30 Sekunden Takt.
Matthias Lastowsky startete in unserer Masters Age-Group um 13:44:30, also 1 Minute vor mir.
Dieses Mal fuhr ich den ersten Kilometer etwas zurückhaltender, um nicht noch mal den gleichen Fehler wie beim letzten Rennen vor 3 Tagen in Köln zu machen, als ich einfach viel zu schnell angegangen bin.
Es lief gut und die Kurven waren wirklich ,, unglaublich ,, zahlreich….
Es dauerte nicht lange da hatte ich schon den vor mir gestarteten Fahrer eingeholt.
Jetzt versuchte ich natürlich auch Lastowsky zu erwischen.., aber er kam nicht….
In der Zwischenzeit hatte ich einen weiteren Fahrer eingeholt, der aus der jüngeren Altersklasse gewesen ist, aber von Matthias war immer noch nichts zu sehen.
Dann kam ich zum Ortseingang Crawinkel, wo auch die Wende zurück zum Ziel sein sollte.
Ich fuhr an der Zeitmessung vorbei, aber konnte hier nicht erkennen, ob ich schon abbiegen musste, oder ob es noch weiter geradeaus ging.
Somit hatte ich das Tempo gedrosselt und gerufen ,, wo lang….??? ,,
Es ging weiter geradeaus und dann kamen 3 Linkskurven und dann ging es scharf rechts wieder auf die ursprüngliche Rennstrecke zurück in Richtung Arnstadt.
Hmm…, das hatte einige Sekunden gekostet und mit einer vorherigen Streckenbesichtigung wäre das natürlich nicht passiert.
Jetzt ging die kurvenreiche Strecke mit leichtem Gefälle bis ins Ziel zurück und ich absolvierte diese mit einem 54er Schnitt.
Bei drei Kurven musste ich aus der Zeitfahr- Position gehen, weil ich nicht erkennen konnte, wie scharf die Kurven geschnitten waren und ich wollte ja keinen Abflug riskieren.
Dann sah ich rund 6 Kilometer vor dem Ziel einen weiteren Fahrer weit vor mir fahren.
Ich kam langsam näher und dann sah ich die Rückennummer 313…., Matthias Lastowsky…
Kurz vor der nächsten Kurve setzte ich zum Überholen an und zog an Matthias vorbei.
Damit war das Rennen natürlich noch nicht gewonnen, aber ich hatte Matthias Lastowsky schon als größte Herausforderung gesehen und zu diesem Zeitpunkt schon mal 1 Minute auf ihn gut gemacht.
Der Überholvorgang hatte mich noch einmal beflügelt ( auch ohne Red Bull ) und wenig später überfuhr ich dann die Ziellinie…
Ich hatte gut abgeliefert, obwohl auch nicht alles perfekt für mich gelaufen ist…, aber dazu komme ich noch später…
Dann kamen die Ergebnisse und ich war gespannt, ob es noch Jemand anderen gegeben hat, der meine Zeit unterboten hat…
Baaaammmmmmm….!!!
Nein…, es gab heute keinen mehr der schneller war und ich fuhr mit großem Stolz meinen nächsten Sieg ein…
Aber ein guter Bekannter von mir, hatte sich heute auch riesig gefreut, denn er konnte mit einem starken Rennen, sogar noch vor Matthias Lastowsky, auf den 2. Platz fahren, auch wenn es nur 3 Sekunden waren.
Glückwunsch Detlef….
- Platz Bernd Quitzow – 00:36:23 Minuten
- Platz Detlef Buxbaum – 00:37:49 Minuten
- Platz Matthias Lastowsky – 00:37:52 Minuten
Es war für mich ein wirklich toller Tag gewesen und ich habe viele Bekannte von früheren Veranstaltungen getroffen…
Das Event war Spitze und es gab tollen Sport in unterschiedlichsten Disziplinen und in wirklich allen Altersklassen.
Matthias Lastowsky kam leider nicht mehr zur Siegerehrung und dafür ist dann Hans-Jürgen Ludwig noch eingesprungen, der heute einen tollen 4.Platz belegt hatte.
Somit hatten wir dann zumindest ein volles Podium gahabt….
Es gab tolle Preise und einen angefertigten Pokal, so wie ein exklusives Trikot für den jeweiligen Sieger, welches von der Firma KALAS gefertigt wird.
Zusätzlich gab es noch ein Buch von Marcel Kittel, welches sogar signiert gewesen ist…
Hier hat man sich wirklich sehr viel Mühe gegeben und sich was einfallen lassen…
Jetzt in Kurzform, noch ein paar Kleinigkeiten, die mir ,, HEUTE ,, mal ebenso noch passiert sind… ( smile )
Warmgefahren auf der Rolle…, noch 10 Minuten bis zum Start…
Zeitfahrrad aus dem Rollentrainer genommen, um dann mein Hinterrad wieder einzubauen…
Dann fällt mein Hinterrad auf den Asphalt und die Kassette, inklusive Nabe, löst sich vom Hinterrad und liegt auf der Straße…
Mein Rad konnte ich ja nicht hinstellen ( kein Hinterrad montiert ) und habe es dann mit dem Sattel über die Kopfstütze von meinem Bus arretiert…
Dann habe ich versucht die Kassette wieder auf das Rad zu bekommen, was nicht einfach gewesen ist, aber es ging dann irgendwann…
Dann dass Hinterrad wieder ins Rad einbauen, aber die Bremsscheibe hatte sich verkantet… ( nicht gut… )
Noch 4 Minuten bis zum Start…
Hinterrad endlich eingebaut, Hände voller Ketten- Wachs…
Helm anziehen und los…
Oh.., vergessen noch mein Energie-Gel einzunehmen…
Schnell den Bus noch mal aufmachen, Gel nehmen, kurz etwas trinken und los zum Start…
Noch eine Minute bis zum Start und ich hatte es so grade noch rechtzeitig geschafft…
Ahhh…, Startnummer 315…., Du bist zu früh…., Du startest erst in 20 Minuten….
Hiiilfeeee…!!!
Im Rennen….,es läuft sehr gut und von weitem sehe ich schon die Startnummer 313…, die ich überholen wollte…
Dann merke ich, wie mein Autoschlüssel in meinem Nacken gerutscht ist….!!!
In meinem Zeitfahranzug gibt es eine kleine Innentasche am oberen Rückenbereich, wo normalerweise bei den Profis ein Funkgerät für die Sprechanlage eingesetzt wird….
Ich habe dort meinen Autoschlüssel hinterlegt, der aber bei meiner Sitzposition aus dieser Tasche gerutscht ist und nur noch am Rand des Anzuges gelegen hatte…
Also habe ich versucht den Kopf nicht mehr in voller Aero Position zu halten, damit der Schlüssel dort liegen bleibt wo er gerade ist…
Anhalten war keine Option…!!!
Kurz nach dem Zieleinlauf stelle ich mich hin und der Schlüssel fällt aus meinem Trikot….
Oh man…., was für ein Rennen…
Aber…, alles gut gegangen….
Jetzt werde ich mich zumindest, Kopf mäßig mal etwas erholen und dann geht es eine Woche später zu den offenen Landesmeisterschaften im Einzelzeitfahren von Bayern….
Aber für meinen Autoschlüssel werde ich einen anderen Aufbewahrungsort suchen… ( smile )
