28.03.2026 – Bernd Quitzow – Team CAR special – Time Trial Rotterdam – Niederlande
Renndistanz:
Höhenmeter:
Gesamtwertung:
Altersklasse:
Zeit:
Geschwindigkeit:
31,8 Kilometer
Flach
11. Platz
6. Platz
00:46:48 Minuten
40,77 km/h im Schnitt
Radrennen - Kurzbericht
Endlich…, es geht wieder los….!!!
Seit November 2025 bin ich voll im Training für die 2026er Saison.
Nachdem ich im letzten Jahr eine wirklich tolle Rennsaison mit 15 Siegen hatte, freue ich mich schon auf die kommenden Rennen in diesem Jahr.
Wie schon immer in meinem Leben, habe ich mir wieder einige Ziele gesetzt und versuche mich immer wieder auch noch zu verbessern.
Die Einstellung und Motivation ist da…
Aber die Beste Leistung und der Größte Willen bringen einen nicht weiter, wenn die Gesundheit nicht mitspielt…
Zur Zeit kann ich mich aber weder über eine schlechte Leistung, noch über fehlenden Willen, oder Ehrgeiz beklagen und körperlich läuft es auch nicht wirklich schlecht…
Was soll da noch passieren…..!!!
Tja…., so einiges….
Eigentlich waren meine ersten Rennen schon für Ende Februar geplant und auch gebucht.
Es handelte sich um Qualifikations- Rennen im Einzelzeitfahren und Straßenrennen für die Weltmeisterschaften, die dieses Jahr im August in Japan stattfinden.
Die UCI Qualifikations- Rennen sollten in Portugal stattfinden, wurden aber wegen Unwetter kurzfristig abgesagt…
Dann wurden auch noch 3 Rennen abgesagt die ich auf Zypern fahren wollte…
Am 22.03.2026 stand ich dann endlich an der Startlinie zu meinem ersten Rennen in der Saison.
Es ging nach Turnhout in Belgien, wo ein UCI Gravel Rennen stattgefunden hat, welches zugleich auch ein Qualifikations- Rennen für die Europa- und Weltmeisterschaft in 2026 gewesen ist.
Hochmotiviert stand ich früh morgens am Start, auch wenn es sehr frisch gewesen ist…
Es gab wie schon im letzten Jahr ein riesen Starterfeld und ich wollte heute natürlich das Ticket für die Qualifikation.
Das Rennen war verdammt schnell und meine Beine waren richtig gut gewesen.
Nach einigen Kilometern konnte ich mich ganz an die Spitze des Feldes arbeiten und hatte richtig Bock auf Rennen gehabt.
Aber nach 21 Kilometern war das Rennen für mich beendet…!!!
Mein Hinterrad hatte sich seitlich aufgeschlitzt, als ich durch einen großen Haufen von roten, zerbrochenen Dachziegeln gefahren bin…
Diese wurden auf dem Ackerweg für Traktoren benutzt, um größere Löcher in den Böden zu nivellieren.
Diese zerbrochenen Ziegel können aber an den Bruchstellen Messerschaft sein und ich habe genau eine solche Kante erwischt.
Die Dichtmilch spritze aus dem Reifen und ein Weiterfahren war nicht mehr möglich gewesen….
Der Reifen war völlig hinüber…
Natürlich war ich enttäuscht gewesen, aber auf der anderen Seite war ich auch sehr mit meiner Leistung zufrieden gewesen.
Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich einen 36,14er Schnitt auf der Uhr gehabt, was für ein Gravel Rennen nicht schlecht ist.
Ok…, jetzt machte ich mir doch langsam etwas Sorgen darüber, wann ich denn jetzt endlich mein erstes Rennen in 2026 absolviert bekomme.
Vor allem weil eines meiner Ziele für 2026 darin bestand…., 50 Rennen zu absolvieren…
Yep…., 50….!!!
Aber wenn Rennen abgesagt werden, oder ich die Rennen nicht zuende fahren kann, dann werden 50 Rennen im Jahr eine ganz schön große Herausforderung…
Der nächste Termin….
Es ging mal wieder in die Niederlande nach Rotterdam, zu einem Einzelzeitfahren über 31,8 Kilometer.
Ich habe schon einige Rennen in den Niederlanden absolviert und bin immer wieder begeistert wie unkompliziert diese Events gestaltet werden.
Um 8:00 Uhr morgens ging es los nach Rotterdam…
Meine Partnerin Francesca hatte mich wieder begleitet und wir hatten noch meinen Freund Jens Eichner, vom Canyon Factory Racing Team dabei, der heute auch in die Rennsaison starten wollte.
Das Rennen wurde auf dem Gelände der ,, Willem-Alexander Ruderbahn ,, ausgetragen.
Auf der Internetseite sah es wie eine Hochgeschwindigkeits- Strecke aus…!!!
Einfach mal geradeaus, dann über eine Brücke und wieder zurück zum Ziel.
Ein Rundkurs über 5,3 Kilometer, der 6 x gefahren werden musste.
Der Gewinner aus dem letzten Jahr hatte die Strecke mit einem 42er Schnitt gewonnen, das sollte ja zu schaffen sein.
Aber in der Realität war die Strecke doch alles andere als einfach.
Die jeweiligen Wendepunkte gingen über einige enge Kurven und auch über mehrere Brücken.
Zu dem konnten wir die Strecke im Vorfeld nicht mehr abfahren, sondern konnten diese erst im eigentlichen Rennen begutachten, bzw., testen.
Das hatte sich auch in meinen Rundenzeiten wiedergespiegelt, die jedes Mal schneller wurden…
Es gab 3 verschiedene Altersklassen Einteilungen.
16 bis 39 Jahre
40 bis 49 Jahre
Und alles ab 50 Jahre….
Jens und ich hatten uns 40 Minuten vor unserem Start warm gefahren, was bei einer Temperatur von rund 7 Grad garnicht mal so einfach war.
Was aber richtig heftig gewesen ist, war der Wind..!!!
Mit 40 bis 50 km/h fühlten sich die 7 Grad noch einmal wesentlich kälter an.
Leider erwischte uns der Wind auf der Strecke nur von der Seite und so blieben die ganz hohen Geschwindigkeiten aus, aber dafür hatten wir auch keinen direkten Gegenwind gehabt.
Aber kalt war es trotzdem….!!!
Es war mein erstes Einzelzeitfahren in dieser Saison und seit November hatte ich auch das Zeitfahrrad nicht auf der Straße gefahren.
Ich war also sehr gespannt wie es läuft…
Auch wenn ich schon lange nicht mehr auf dem Rad gesessen habe, so hat es sich doch sofort wieder gut angefühlt.
Als ich die Ziellinie nach 6 Runden überquerte, fand ich meine Leistung und auch die Zeit ganz ok und ich hatte auch damit gerechnet, einen Podiumsplatz zu ergattern.
Aber weit gefehlt….!!!
Das Starterfeld in der Klasse ab 50 Jahre war wirklich Top besetzt und in der Gesamtwertung waren unter den 7 schnellsten Athleten, alleine 5 Fahrer aus meiner Age Group 50….!!!
Die meisten in meiner Klasse M 50 waren einige Jahre jünger gewesen, bzw., sind gerade erst in die Age Group 50 gekommen, so wie zum Beispiel auch der Gewinner unserer Klasse, Dirk-Jan Verspuiy.
Bei dieser Veranstaltung gibt es bis Dato noch keine Age Group 60 und so musste ich mich Heute mit dem 6. Platz in der Age Group 50 und den 11. Platz in der Gesamtwertung zufrieden geben.
In der Age Group 40 bis 49 wäre es sogar noch der 3. Platz gewesen und in der ganz jungen Age Group 16 bis 39 wäre ich mit meiner Zeit auch noch auf Platz 4 gekommen.
Alles in allem war ich aber froh gewesen, endlich mein erstes Rennen in 2026 gefahren und auch beendet zu haben…!!!
Die nächsten Termine stehen ja schon vor der Tür und ich werde wieder berichten wie es gelaufen ist…
Jens Eichner der mich heute begleitet hatte, war mit dem 9. Platz in seinem ersten Rennen der Saison 2026 ganz zufrieden gewesen, obwohl er in der Vorbereitung einige Probleme mit einer Wadenzerrung hatte.
Hier wird Jens bei den kommenden Rennen sicherlich noch zulegen können…
Francesca hatte heute einige tolle Fotos gemacht und uns vor und auch nach dem Rennen mit Getränken, Essen und Klamotten versorgt…
Sie hatte ganz tapfer mit uns gefroren….. ( smile )
